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Deutsche Eiskunstläufer mit gemischtem Erfolg in Junioren-WM gestartet


27.02.2012

Das Team der Deutschen Eislauf-Union ist mit gemischtem Erfolg in die Junioren-WM in Minsk gestartet. Während sich die Eistänzer Shari Koch/Christian Nüchtern (Düsseldorf/Siegen) und Martin Rappe (Chemnitz) am Montag sicher für den Hauptwettbewerb qualifizierten, sind die Paarläufer Linda Wenzig/Matti Landgraf (Chemnitz) in der Vorrunde gescheitert.

Koch/Nüchtern gewannen die Eistanz-Qualifikation mit 72,36 Punkten vor den Tschechen Karolina Prochazkova/Michal Ceska (70,58 Punkte) und Anna Nagornyuk/Viktor Kovalenko aus Usbekistan (70,40 Punkte). Zu „Big Spender“ und „Fever“ zeigten die Deutschen Juniorenmeister eine solide Leistung und ergatterten einen Level vier für ihre Hebungen, die Twizzle sowie die Pirouette. Die Diagonalschrittfolge wurde mit Level drei, der Kreisschritt mit Level zwei bewertet. „Mit unseren Elementen sind wir zufrieden, aber läuferisch können wir zulegen. Es war anstrengend zu laufen, denn ich bin ein bisschen erkältet“, sagte Koch. „Das Eis ist relativ langsam, ähnlich wie in Dortmund“, fügte Nüchtern hinzu.

Rappe belegte Rang fünf mit 106,93 Zählern. Der 18-Jährige stand sechs dreifache Sprünge, einschließlich einer dreifach Salchow-dreifach Toeloop Kombination und einer Kombination aus Doppelaxel-dreifach Toeloop-doppel Rittberger am Ende der Kür zu „Backdraft“. Allerdings vergab der Chemnitzer seine Chancen auf eine bessere Platzierung mit einem Sturz bei der eingesprungenen Sitzpirouette. „Insgesamt war es nicht schlecht. Es ist schade, dass die Pirouette daneben ging, aber es ist positiv, dass er mit der Axel-Kombination noch 10,81 Punkte geholt hat“, kommentierte Trainerin Monika Scheibe. Es gewann der 13 Jahre alte Kanadier Nam Nguyen, der als einziger einen dreifachen Axel zeigte (116,33 Punkte).

Wenzig/Landgraf erwischten einen rabenschwarzen Tag und schieden als 14. vorzeitig aus. Nach ordentlichem Auftakt mit einem doppelten Wurflutz und doppelten Wurfrittberger stürzte Wenzig beim dreifachen Salchow und Landgraf musste beide Hebungen abbrechen. Das kostete zu viele Punkte. „Es ist schwer zu sagen, woran es lag. Es war auf jeden Fall schlechter als im Training. Vielleicht waren wir zu nervös“, analysierte Landgraf. „Sie waren sehr nervös“, bestätigte Trainerin Monika Scheibe und verwies auf die verletzungsbedingte eingeschränkte Vorbereitungszeit. „Aber dass die beiden Hebungen nicht gehen, hätte ich nicht gedacht. Ich bin enttäuscht.“ An die Spitze der Qualifikation setzten sich erwartungsgemäß Xiaoyu Yu/Yang Jin aus China (96,37 Punkte).



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