Fragebogen
Welche/r
Eiskunstläufer/in der Vergangenheit wären Sie gerne
gewesen?
Rebecca Handke: Katarina Witt. Weil sie immer noch
erfolgreich ist und mit ihrem Sport Geld verdienen kann. Das ist ja das,
was wir alle am liebsten möchten.
Daniel Wende: Philippe Candeloro mit seinen verrückten Programmen. Oder
Elvis Stojko.
Ihr Idol als Sie mit dem Eiskunstlauf begannen?
RH: Tanja Szewczenko und Marina Kielmann, denn damals saß ich als
Kind immer vor dem Fernseher und sah Eiskunstlauf.
DW: Hatte keines.
Haben Sie heute noch Vorbilder?
RH: Nein.
DW: Die Top-Paare von heute haben schon eine Vorbildfunktion. An ihnen
sieht man, wo man hin will.
Welche Leistungen im Eiskunstlauf haben Sie am stärksten
beeindruckt?
RH: Als ich bei meiner ersten Junioren WM in Den Haag die Japanerin
Miki Ando den vierfachen Salchow springen sah.
DW: Die vierfachen Toeloops von Elvis Stojko, so etwas hatte ich vorher
noch nie gesehen.
Bei welchem Star der Eislaufgeschichte würden Sie gerne eine
Trainerstunde nehmen oder gemeinsam mit ihr/ihm auftreten?
RH: Eigentlich mit allen, die groß waren.
DW: Wer ist denn die Hübscheste? Aber ernsthaft: Ich würde schon gerne
mal ein Training mit den chinesischen Paaren erleben. Ob ich mich dabei
wohlfühlen würde, ist noch eine andere Frage.
Der bisher schönste Augenblick Ihrer Laufbahn?
RH: Mein erster Wettkampf. Ich war damals sieben oder acht Jahre alt
und hatte die Vereinsmeisterschaft vom SC Möhnesee gewonnen.
DW: Der bisher größte Erfolg. Also der sechste Platz bei der EM 2005.
Ich hoffe, dass es nicht der schönste Augenblick bleibt.
Welchen Tag würden Sie am liebsten aus Ihrer Karriere
streichen?
RH: Eigentlich keinen. Selbst an schlechten Tagen kann man noch etwas
lernen.
DW: Jeden vermurksten Tag. Aber man muss ja auch in solchen Tagen noch
das Gute finden.
Was ist das Schlimmste, das Ihnen in einem Wettkampf passieren
kann?
RH: Das Programm vergessen. Oder die Schlittschuhe.
DW: Das Programm vergessen.
Welche andere Sportart würden Sie gerne ausüben?
RH: Rhythmische Sportgymnastik. Habe ich früher einmal neben
Eiskunstlauf gemacht, aber ich musste mich entscheiden.
DW: Leichtathletik. Vielleicht wäre ich ein guter Zehnkämpfer geworden.
Ihre Stärke?
RH: Danach fragt man am besten Daniel.
DW: Kampfgeist. Aber eigentlich müsste man das Rebecca fragen.
Ihre Schwäche?
RH: Zu ungeduldig. Es muss immergleich alles klappen, und wenn es
nicht klappt, kriege ich die Krise.
DW: Ich bin ein bisschen zu ungeduldig.
Wofür möchten Sie gerne mehr Zeit haben?
RH: Um meine alten Freude aus der Schule in Soest zu treffe,, denn
ich bin jetzt ja fast immer in Dortmund.
DW: Für meine Freunde und die Freundin und auch um meine Familie
häufiger zu sehen.
Ihre aktuellen Lieblingsläufer in den vier Disziplinen?
RH: Sasha Cohen, Pluschenko, aber nicht allein, sondern alle ab der
vorletzten Startgruppe, also auch Stefan Lindemann. Im Eistanz weiß ich
nicht und Paarlauf? Da laufe ich ja selber und man möchte sie natürlich
alle schlagen.
DW: Carolina Kostner, bei den Herren sprungtechnisch Stefan Lindemann,
künstlerisch Stephané Lambiel, Tatjana Navka/Roman Kostomarov und im
Paarlauf Xue Shen/Hongbo Zhao.
Welchen Beruf möchten Sie einmal ausüben?
RH: Hotelfachfrau. Am liebsten auf einem Kreuzfahrtschiff.
DW: Ich studiere Sport fürs Lehramt. Auf jeden Fall einen Beruf, der mit
Sport zu tun hat.
Was möchten Sie gerne können?
RH: Klavierspielen.
DW: Zeichnen.
Wie sind Sie zum Eiskunstlaufen gekommen?
RH: Ich habe es im Fernsehen gesehen und toll gefunden. Meine Mutter
hat mich dann zu einer öffentlichen Eisbahn gebracht und weil ich es
immer noch toll fand in einen Sportverein.
DW: Durch meine ältere Schwester, weil unsere Mutter, mich immer
mitnahm, wenn sie mit ihr zum Training ging. Ich war sechs oder sieben
Jahre alt und habe auf dem Trockenen meine Schwester auf der Bahn
nachgemacht, bis eine Trainerin sagte, warum probierst du es nicht mal
auf dem Eis? Und so hat das ganze Elend angefangen.