Rebecca Handke / Daniel Wende, Dortmund

Deutsche Vizemeister 2005, 2006
Sechste EM 2005

REBECCA HANDKE/DANIEL WENDE

wurden geboren am 2. Oktober 1986 in Soest (Handke) und am 24. Juli 1984 in Essen (Wende). In der Saison 2004/05 gelang der Durchbruch zur deutschen Spitzenklasse. Besiegten bei der DM 2005 das Paar Fitze/Rex und qualifizierten sich erstmals für eine Europameisterschaft, wo sie einen ausgezeichneten sechsten Platz belegten. 2003 Deutsche Juniorenmeister. Ihre Entwicklung ist verbunden mit dem Wechsel zu dem Berliner Paarlauftrainer Knut Schubert, der sie teils aus Berlin betreut, teils mit ihnen in Dortmund arbeitet.
In der Olympiasaison durch Krankheit und Verletzung zurückgeworfen. Erfüllten mit dem 8. EM-Platz die Olympianorm, mussten für Lyon jedoch Fitze/Rex als EM-Siebte den Vortritt lassen.
 

Beide gehören der Sportkompanie der Bundeswehr an.
 

 

Fragebogen

Welche/r Eiskunstläufer/in der Vergangenheit wären Sie gerne gewesen?

Rebecca Handke: Katarina Witt. Weil sie immer noch erfolgreich ist und mit ihrem Sport Geld verdienen kann. Das ist ja das, was wir alle am liebsten möchten.
Daniel Wende: Philippe Candeloro mit seinen  verrückten Programmen. Oder Elvis Stojko.

Ihr Idol als Sie mit dem Eiskunstlauf begannen?

RH: Tanja Szewczenko und Marina Kielmann, denn damals saß ich als Kind immer vor dem Fernseher und sah Eiskunstlauf.

DW: Hatte keines.

Haben Sie heute noch Vorbilder?

RH: Nein.
DW: Die Top-Paare von heute haben schon eine Vorbildfunktion. An ihnen sieht man, wo man hin will. 

Welche Leistungen im Eiskunstlauf haben Sie am stärksten beeindruckt?

RH: Als ich bei meiner ersten Junioren WM in Den Haag die Japanerin Miki Ando den vierfachen Salchow springen sah.
DW: Die vierfachen Toeloops von Elvis Stojko, so etwas hatte ich vorher noch nie gesehen.

Bei welchem Star der Eislaufgeschichte würden Sie gerne eine Trainerstunde nehmen oder gemeinsam mit ihr/ihm auftreten?

RH: Eigentlich mit allen, die groß waren.
DW: Wer ist denn die Hübscheste? Aber ernsthaft: Ich würde schon gerne mal ein Training mit den chinesischen Paaren erleben. Ob ich mich dabei wohlfühlen würde, ist noch eine andere Frage.

Der bisher schönste Augenblick Ihrer Laufbahn?

RH: Mein erster Wettkampf. Ich war damals sieben oder acht Jahre alt und hatte die Vereinsmeisterschaft vom SC Möhnesee gewonnen.
DW: Der bisher größte Erfolg. Also der sechste Platz bei der EM 2005. Ich hoffe, dass es nicht der schönste Augenblick bleibt.

Welchen Tag würden Sie am liebsten aus Ihrer Karriere streichen?

RH: Eigentlich keinen. Selbst an schlechten Tagen kann man noch etwas lernen.
DW: Jeden vermurksten Tag. Aber man muss ja auch in solchen Tagen noch das Gute finden.

Was ist das Schlimmste, das Ihnen in einem Wettkampf passieren kann?

RH: Das Programm vergessen. Oder die Schlittschuhe.
DW: Das Programm vergessen.

Welche andere Sportart würden Sie gerne ausüben?

RH: Rhythmische Sportgymnastik. Habe ich früher einmal neben Eiskunstlauf gemacht, aber ich musste mich entscheiden.
DW: Leichtathletik. Vielleicht wäre ich ein guter Zehnkämpfer geworden.

Ihre Stärke?

RH: Danach fragt man am besten Daniel.
DW: Kampfgeist. Aber eigentlich müsste man das Rebecca fragen.

Ihre Schwäche?

RH: Zu ungeduldig. Es muss immergleich alles klappen, und wenn es nicht klappt, kriege ich die Krise.
DW: Ich bin ein bisschen zu ungeduldig.

Wofür möchten Sie gerne mehr Zeit haben?

RH: Um meine alten Freude aus der Schule in Soest zu treffe,, denn ich bin jetzt ja fast immer in Dortmund.
DW: Für meine Freunde und die Freundin und auch um meine Familie häufiger zu sehen.

Ihre aktuellen Lieblingsläufer in den vier Disziplinen?

RH: Sasha Cohen, Pluschenko, aber nicht allein, sondern alle ab der vorletzten Startgruppe, also auch Stefan Lindemann. Im Eistanz weiß ich nicht und Paarlauf? Da laufe ich ja selber und man möchte sie natürlich alle schlagen.
DW: Carolina Kostner, bei den Herren sprungtechnisch Stefan Lindemann, künstlerisch Stephané Lambiel, Tatjana Navka/Roman Kostomarov und im Paarlauf Xue Shen/Hongbo Zhao.

Welchen Beruf möchten Sie einmal ausüben?

RH: Hotelfachfrau. Am liebsten auf einem Kreuzfahrtschiff.
DW: Ich studiere Sport fürs Lehramt. Auf jeden Fall einen Beruf, der mit Sport zu tun hat.

Was möchten Sie gerne können?

RH: Klavierspielen.
DW: Zeichnen.

Wie sind Sie zum Eiskunstlaufen gekommen?

RH: Ich habe es im Fernsehen gesehen und toll gefunden. Meine Mutter hat mich dann zu einer öffentlichen Eisbahn gebracht und weil ich es immer noch toll fand in einen Sportverein.
DW: Durch meine ältere Schwester, weil unsere Mutter, mich immer mitnahm, wenn sie mit ihr zum Training ging. Ich war sechs oder sieben Jahre alt und habe auf dem Trockenen meine Schwester auf der Bahn nachgemacht, bis eine Trainerin sagte, warum probierst du es nicht mal auf dem Eis? Und so hat das ganze Elend angefangen.


 
Link zu: ISU-Presse-Information

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