
Der Deutsche Meister Genrikh Gartung hat sich bei seinen ersten Weltmeisterschaften für das Finale qualifiziert. Als jüngster Teilnehmer im Feld schaffte der 18-Jährige vom EC Oberstdorf den Sprung in die Kür-Entscheidung der weltbesten Läufer.
Bei seinem WM-Debüt bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag (Tschechien) zeigte Genrikh Gartung zum ersten Mal in seinem Kurzprogramm zwei Vierfache und wurde für sein Risiko mit dem Final-Einzug belohnt. Zum Auftakt stand der Junioren-WM-Elfte die Kombination Vierfach-Flip-Dreifach-Toeloop. Die beiden weiteren Sprung-Elemente Dreifach-Axel und Vierfach-Lutz landete der EM-Finalist, musste aber umsteigen und verlor dadurch Punkte. Was die Qualifikation spannend machte. Mit 73,20 Punkten zog er mit Platz 23 schließlich noch ins Kür-Finale ein und darf sich am Samstag (28. März) erneut auf der großen WM-Bühne präsentieren.
"Ich habe mich heute gut gefühlt, die Landung beim Axel und Lutz hat nicht ganz geklappt, aber es war okay", sagt Genrikh Gartung unmittelbar nach dem Lauf zu seiner Leistung, als der Finaleinzug noch nicht feststand. "Es waren viele Menschen und Fans in der Halle und viele Deutschland-Fahnen, das war super. Ich hatte mehr Selbstbewusstsein und war ruhiger als bei den Europameisterschaften. Für die nächste Saison werde ich zwei neue Programme einstudieren und möchte noch mehr Sicherheit gewinnen."
Seine beiden Trainer sind über das Auftreten ihres Schützlings bei der WM-Premiere erfreut."Genrikh hat heute zum ersten Mal zwei Vierfache in einem Kurzprogramm gemacht und hat diese Hürde im Kopf schon mal genommen", sagte Niko Ulanovskymit Blick auf die nächste Saison. "Ich bin megastolz auf Genrikh, es ist seine erste WM und er hat das so gut gemacht. Er ist selbstbewusst geblieben und hat versucht alles zu geben. Es waren ein paar kleine Fehler dabei, aber wir sind stolz und es hat fürs Finale gereicht und das ist das, was zählt." In der Kür kann Genrikh Gartung sein Potenzial zeigen und zum Abschluss einer langen Saison die fantastische Sport-Entertainment-Bühne der Eiskunstlauf-WM in Prag genießen.
Mehr zur Eiskunstlauf-WM 2026 Prag:
Weitere Informationen zu den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften (Zeitplan, Teilnehmerlisten, TV & Livestream-Übertragung, Ergebnisse etc.) gibt's auf der DEU-Event-Seite.
Text: Pamela Lechner
Foto: Adrian Mayer

Die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina waren das Saison-Highlight. Mit den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag (Tschechien; 25. bis 29. März 2026) wartet diese Woche ein weiterer Höhepunkt und der letzte Wettbewerb der Saison auf das Team der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Die frisch gekürten Olympia-Medaillengewinner Minerva Hase/Nikita Volodin haben auch bei der WM wieder gute Chancen auf einen Podiumsplatz.
Bei den Weltmeisterschaften in Prag gibt es ein Wiedersehen mit den weltbesten Eiskunstläufer*innen, die bei den Olympischen Winterspielen in der Eishalle und am TV ein Millionenpublikum begeistert haben. Das deutsche WM-Team besteht aus den drei Olympia-Paaren und Vierfachspringer Genrikh Gartung, der als jüngster Teilnehmer im Feld sein WM-Debüt geben wird. Im Paarlaufen wollen die Vize-Weltmeister aus Berlin, Minerva Hase/Nikita Volodin, nach dem bislang größten Erfolg ihrer Karriere mit Olympia-Bronze einen guten Saisonabschluss geben. Ihrer Medaillensammlung, darunter zwei WM-Medaillen, könnten die beiden 26-Jährigen eine weitere hinzufügen.
„Wir durften von den Olympischen Spielen mit einer Medaille nach Hause fahren, sind ein perfektes Kurzprogramm gelaufen und haben in der Kür bis zur letzten Sekunde gekämpft. Ich bin mehr als glücklich über den Ausgang“, blickt Minerva Hase zufrieden auf die Spiele zurück. „Bei der WM wollen wir die Saison gerne auf einem guten Level beenden. Unser Ziel ist es wie immer, zwei fehlerfreie Programme zu zeigen. Es war eine sehr anstrengende und fordernde Saison, daher liegt der Fokus darauf, konzentriert zu bleiben, aber auch die Freude auszustrahlen, nochmal beide Programme vor einem großen Publikum, Familie und Freunden laufen zu können.“
Glitzernder Abschluss der Olympiasaison
Auch Annika Hocke/Robert Kunkel haben an ihre ersten gemeinsamen Spiele, die sie mit Platz zehn beendeten, beste Erinnerungen. „Wir hatten eine sehr tolle Zeit in Mailand und sind sehr glücklich von den Olympischen Spielen heimgereist. Das gute Gefühl haben wir mitgenommen“, berichtet Annika Hocke. Die WM-Vorbereitungszeit war nach Show-Auftritten, die für die Eiskunstlauf-Szene nach Olympia auf dem Programm stehen, kurz, aber intensiv. „Die WM soll für uns ein toller Abschluss der Saison werden. Wir freuen uns, noch einmal die Programme zu zeigen und vor voller Halle laufen zu dürfen.“ Eine Top-Ten-Platzierung ist für die Berliner auch bei der WM möglich. Einige der besten Paare verzichten auf die nacholympische WM, darunter die Olympiasieger aus Japan.
Im Eistanzen möchten Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan das verpasste Olympia-Kürtanz-Finale wieder gutmachen und diesmal ihre Kür präsentieren. „Wir haben die Olympischen Spiele gut verarbeitet, auch wenn es für uns hart war, aber es haben viele Sportler gesagt, dass es für sie sehr emotional war“, sagt Jennifer Janse van Rensburg. Die WM hat für die fünfmaligen Deutschen Meister aus Oberstdorf auch nach dem Highlight Olympia einen hohen Stellenwert. „Die Vorbereitung für die WM lief richtig gut. Wir haben die Zeit genutzt, nochmal intensiv darauf hin zu trainieren“, berichtet Benjamin Steffan. „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns auf die Weltmeisterschaft. Es liegt uns am Herzen, einen krönenden Abschluss einer besonderen Saison hinzulegen und das Beste von beiden Programmen zu zeigen.“
WM-Debüt für Genrikh Gartung als jüngster Teilnehmer
Neben den sechs erfahrenen Olympia-Teilnehmer*innen bereichert wie schon bei den Europameisterschaften in Sheffield (Großbritannien) der Deutsche Meister Genrikh Gartung das DEU-Team. Der 18-Jährige hält die deutschen Farben im Einzellaufen hoch und geht in der Männer-Konkurrenz als jüngster Teilnehmer an den Start. Das Erreichen des Finals der besten 24 Läufer ist bereits eine Herausforderung und wäre ein großer Erfolg. „Ich freue mich und bin sehr stolz, dass ich Deutschland bei den Weltmeisterschaften vertreten darf“, sagt der EM-Finalist vom EC Oberstdorf. Und sein Trainer Niko Ulanovsky: „Es geht in erster Linie darum, dass Genrikh mit einem positiven Gefühl von seiner ersten WM nach Hause reisen kann. Er wird hoffentlich noch viele große Meisterschaften bestreiten und aus dieser Erfahrung viel lernen.“
Erster offizieller Trainingstag der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften ist am Dienstag (24. März). Der erste Wettbewerb mit deutscher Beteilung ist am Mittwochabend (25. März | 18:45 bis 22:15 Uhr) das Kurzprogramm im Paarlaufen, die Entscheidung um die Paarlauf-Medaillen fällt am Donnerstagabend (26. März | 18:15 bis 22:00 Uhr) in der Kür. Am Donnerstagnachmittag (26. März | 11:30 bis 16:30 Uhr) geht es im Kurzprogramm der Männer um den Einzug ins Kür-Finale und am Freitagnachmittag (27. März | 11:30 bis 16:30 Uhr) im Rhythm Dance der Eistänzer um das Ticket fürs Kürtanz-Finale. Die Kür-Finals der Männer und Eistänzer sind am Samstag (28. März). Glamouröser Abschluss der WM ist das Schaulaufen der Sieger*innen am Sonntag (29. März) und die Verleihung der ISU Skating Awards im Rahmen des Closing Banketts.
Die Eiskunstlauf-WM im TV & Livestream:
Die WM-Wettbewerbe werden vom ZDF v.a. in Livestreams (& ZDF-Mediathek), bei Eurosport (E1 oder Stream) und Discovery+ übertragen. Zu den Live-Sendezeiten.
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Text: Pamela Lechner
Foto: Robin Ritoss

Am Sonntag gingen die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina mit der Abschlussfeier in Verona zu Ende. Größter Erfolg für die Deutsche Eislauf-Union war der Gewinn der Bronzemedaille im Paarlaufen durch Minerva Hase/Nikita Volodin. Eine Top Ten-Platzierung erreichte das zweite Paar Annika Hocke/Robert Kunkel. Das Einstanz-Finale verpassten Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan. DEU-Sportdirektor Jens ter Laak zieht im Interview ein Olympia-Fazit und blickt auf die anstehenden Weltmeisterschaften in Prag und den nächsten Olympiazyklus voraus.
Jens ter Laak, wie fällt Ihr Fazit zum Abschneiden des DEU-Teams in Mailand aus?
Jens ter Laak:
Wir haben Bronze gewonnen, nicht Gold verloren! Nach acht Jahren die erste olympische Medaille ist bei lediglich zwei besetzten Disziplinen von fünf Medaillenentscheidungen eine gute Quote für die Deutsche Eislauf-Union und ein besonderer Erfolg für das noch junge Team „Miniki“ (Minerva und Nikita), die sich seit 2023 dem internationalen Wettbewerb stellen. Auch mit der Top Ten-Platzierung von Annika und Robert hat sich das Paarlaufen sehr gut präsentiert. Wir sind sehr stolz auf diese Leistungen.
Im Eistanzen wurde das Finale nicht erreicht. Wie kam das?
Jens ter Laak:
In der zweiten Disziplin, bei der wir dabei waren, dem Eistanzen, können wir nicht zufrieden sein, da wir mit einem Einzug ins Kürfinale fest gerechnet haben. Hier ist es nicht gelaufen, wie gedacht. Auch Jennifer und Benjamin durften sich mehr ausrechnen. Ein Fehler reicht oftmals schon, um in diesem hochkarätigen Feld auszuscheiden.
Wie haben sich die deutschen Eiskunstläufer*innen als Teil der deutschen Olympiamannschaft präsentiert?
Jens ter Laak:
Unser Sport ist von Ästhetik geprägt und lebt von Präsenz, daher wissen unsere Athletinnen und Athleten ganz gut, wie man sich richtig verkauft. Das lernen sie von klein auf. Wir haben die Sportler*innen zudem mit einem Medientraining vorbereitet. Auch im Kontakt mit Politikern oder Journalisten ist unser Team präsent.
Welche Bedeutung hat der Medaillenerfolg von Minerva Hase/Nikita Volodin für den deutschen Eiskunstlauf?
Jens ter Laak:
Wir können zeigen, dass wir zumindest in einer Disziplin mit der absoluten Weltspitze konkurrieren und uns im internationalen Feld vorne behaupten können. Der Erfolg von Paaren ist nicht unbedingt der Herkunft geschuldet, sondern der richtigen Zusammenstellung. Ein Duo muss harmonieren, d.h. bspw. Größe, Kraft, Hebelwirkung und die Chemie müssen stimmen. Das ist uns bei Minerva und Nikita sichtbar gelungen. Auch wenn wir im Einzellaufen aktuell nicht vertreten sind, fallen Paarläufer und Eistänzer nicht vom Himmel. Bei der disziplinscharfen Förderbetrachtung unseres Staates muss genau dies Berücksichtigung finden. Ohne Einzellaufen keine Paare und Eistänzer.
Die deutsche Presse hat nach dem Gewinn der Bronzemedaille von Minerva Hase/Nikita Volodin an vielen Stellen von einer Gold-Enttäuschung gesprochen. Ist so eine Berichterstattung respektvoll gegenüber den Sportlern und wie zufrieden sind Sie als Sportdirektor mit der Leistung?
Jens ter Laak:
Die Deutschen suchen gerne „das Haar in der Suppe“, das macht auch vor der Presse keinen Halt. Man will vom Drama lesen oder hören, offensichtlich Teil der DNA. Die Japaner sind die Kür ihres Lebens gelaufen, dies muss man neidlos anerkennen. Vielleicht wäre mit dem dreifachen Salchow von Minerva noch Silber drin gewesen, aber das ist Spekulation. Nach drei Jahren Zusammenarbeit Bronze, andere schaffen es ein ganzes Sportlerleben nicht. Der Respekt vor der sportlichen Leistung fehlt in Deutschland leider generell, auch bei der wirtschaftlichen Wertschätzung einer Medaille im Vergleich zu anderen Nationen.
Die Sportart Eiskunstlaufen hat während der Olympischen Winterspiele für hohe Einschaltquoten gesorgt und war auch in den sozialen Medien omnipräsent. Welchen Platz in den Medien, insbesondere in TV und Livestreams, hätte die Sportart verdient?
Jens ter Laak:
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat vor vielen Jahren beschlossen, dass wir nicht interessant sind. Wir sind bei den Winterspielen das Premiumevent, was man an den märchenhaften Kartenpreisen besonders deutlich merkt. Die Einschaltquoten sprechen ebenfalls dafür. Es wäre angemessen, wenn sich die Sender im Eiskunstlaufen wieder breiter aufstellen und der Sportart einen höheren Stellenwert beimessen. Die DEU bietet in der Zusammenarbeit mit den Medien gerne ihre Expertise an.
Nach den Spielen ist vor den Spielen. Ein neuer Olympiazyklus mit den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen am Horizont beginnt. Welche Weichen will die DEU stellen, um in vier Jahren wieder in allen Disziplinen und dem Team-Wettbewerb vertreten zu sein?
Jens ter Laak:
Wir müssen konstatieren, dass wir in den Einzeldisziplinen den Anschluss verloren und neu aufzubauen haben. Einige hoffnungsvolle Talente warten im Nachwuchs- und Juniorenalter, die es über die nächsten Jahre zu entwickeln gilt. Hierfür haben wir Projekte zur Entwicklung der Höchstschwierigkeiten, Dreifach- und Vierfachsprünge, zusammen mit dem IAT ins Leben gerufen. Ein weiteres Projekt in der Talententwicklung ist in Arbeit.
Unsere verbliebenen drei Bundesstützpunkte Berlin, Dortmund und Oberstdorf sind infrastrukturell in die Jahre gekommen, das Trainerpersonal ist im oder vor dem Ruhestandsalter und frischer Wind fehlt, da der Trainerberuf in Deutschland keine Wertschätzung erfährt. Wir werden versuchen, die Talente in starke Trainingsgruppen zu entsenden, auch im Ausland. An den Bundesstützpunkten muss eine neue Sportlergeneration heranwachsen, dies wird dauern, denn auch die Trainerstruktur muss neu aufgebaut werden. Hierzu bedarf es einer anderen finanziellen Ausstattung. Ziel muss es sein, in vier Jahren in allen Disziplinen wieder dabei zu sein.
Welcher Stellschrauben bedarf es im Einzellaufen?
Jens ter Laak:
Als frühspezialisierende Sportart konkurrieren wir mit Ländern, die auf eine Präsenzpflicht in der Schule verzichten und Distanzbeschulung anbieten. Auch die europäischen Länder um uns herum. Deutschland verliert in verschiedenen Lebensbereichen den Anschluss, weil wir nicht bereit sind, uns auf veränderte Bedingungen einzulassen. Schule und Sport ist Ländersache, der Föderalismus in der Sportförderung ein absolutes Problem. Im Einzellaufen sind die Kinder deutlich jünger als in den Paarkonkurrenzen. Früh übt sich. Wenn man die Lernzeitfenster im Eiskunstlaufen nicht passend ausfüllt, verliert man früh den Anschluss. Die Umfänge und Inhalte sind bei uns zu gering und müssten adaptiert werden. Das geht nur mit anderen Konzepten. Die können wir schreiben, aber nur mithilfe der Schulträger umsetzen. Wir werden nicht müde, unsere Forderungen zu platzieren. Einstweilen werden wir nur im Rahmen unserer Möglichkeiten tätig werden können. Diese liegen in der Verbesserung der Trainingsqualität.
Gibt es schon Informationen zu den weiteren Zukunftsplänen von Minerva Hase/Nikita Volodin?
Jens ter Laak:
Beide haben sich klar positioniert, die Planung des neuen Zyklus folgt nach der Saison. Aber das Alter und der Ehrgeiz lässt uns als Verband positiv in die Zukunft schauen. Die Zielstellung folgt.
Die Saison ist für die Eiskunstläufer noch nicht vorbei. Mit welchen Aussichten und Zielstellungen tritt das nominierte DEU-Team bei den Weltmeisterschaften Ende März in Prag an?
Jens ter Laak:
Wer zwei WM-Medaillen hat, wird auch eine weitere bei der WM erringen wollen. Minerva und Nikita gehen mit diesem Anspruch an den Start, aber auch hier gilt – wie bei den Spielen – die Konkurrenz der besten fünf bis sechs Paare lässt keinen Automatismus zu. Annika und Robert können ihre gute Form erneut unter Beweis stellen und die Saison vielleicht mit einer noch besseren Platzierung beenden. Im Eistanzen haben Jennifer und Benjamin die Möglichkeit, sich mit einem fehlerfreien Rhythmustanz für das Finale zu empfehlen. Mit Genrikh Gartung tritt ein Neuling auf das WM-Meisterschaftsparkett im Seniorenbereich. Hier lassen wir uns überraschen, ob er mit der neuen Herausforderung gut umgehen kann. Das Talent ist jedenfalls mehr als ausreichend. Wir bleiben zuversichtlich und gespannt.
Interview & Foto: Deutsche Eislauf-Union

Deutschlands bester Eiskunstlauf-Nachwuchs trifft sich beim Deutschlandpokal 2026 in Mannheim (6. bis 8. März) und zeigt zum Ende der Saison sein Können. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat die Austragung des Deutschlandpokals an den Eissport-Verband Baden-Württemberg vergeben. Mannheim ist als Landesstützpunkt ein wichtiger regionaler Standort für die Sportart. Einen Livestream der Wettbewerbe gibt es auf Sporteurope.TV.
Anfang März werden fast 150 Eiskunstlauf-Talente aus ganz Deutschland nach Mannheim strömen. Dort wird im Eissportzentrum Herzogenried von 6. bis 8. März 2026 der Deutschlandpokal der DEU ausgetragen. "Mannheim ist mit seiner ausgezeichneten Infrastruktur und der Leidenschaft für den Eissport ein idealer Ort für dieses Nachwuchs-Highlight", sagt DEU-Präsident Dr. Andreas Wagner. "Besonders für das Einzellaufen und die zukünftige Ausbildung hoffnungsvoller Talente ist das weitere Bestehen des Landesstützpunktes von Baden-Württemberg von großer Bedeutung. Mit der Austragung des Deutschlandpokals zeigt Mannheim sein Engagement für die Sportart Eiskunstlaufen."
Dass einige junge Einzelläufer*innen vom Mannheimer ERC zur deutschen Spitze ihrer Altersklasse zählen, haben sie erst vergangenen Dezember bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften 2026 in Oberstdorf bewiesen. Der Deutsche Nachwuchsmeister von 2025 Felix Zeng beherrscht alle Dreifachsprünge und konnte bei seinem ersten DM-Start in der nächsthöheren Juniorenklasse auf Anhieb den Vizemeistertitel gewinnen. Der 14-Jährige trainiert in Mannheim bei Stefan Lindemann, dem WM-Bronzemedaillengewinner von 2004, und ziert das Veranstaltungsplakat des diesjährigen Deutschlandpokals.
Nachwuchseiskunstlauf der Spitzenklasse live im Eissportzentrum Herzogenried
In der Altersklasse Nachwuchs Mädchen B standen bei den nationalen Titelkämpfen gleich zwei Talente aus Mannheim auf dem Podest: Dreifachspringerin Leyla Tosun, die im Kurzprogramm einen spektakulären Vorwärtsbogen auf dem Eis zeigte, den man sonst nur im Turnen sieht, sicherte sich DM-Silber. Ihre Vereinskollegin Shirley Scheffler kam dahinter auf den Bronzeplatz. Die Vision des Vereins ist es, ein Trainingsumfeld zu schaffen, in dem sich Talente entfalten und sportliche Träume Wirklichkeit werden können.
Neben den Eiskunstläufer*innen vom traditionsreichen Mannheimer ERC, der in seiner Geschichte schon Weltklasseläufer*innen und Olympia-Teilnehmer*innen hervorgebracht hat, sind beim Deutschlandpokal fast alle Medaillengewinner*innen der Deutschen Nachwuchsmeisterschaften am Start. Darunter auch die Deutschen Nachwuchsmeisterinnen Annabell Wuchrer (Nachwuchs Mädchen A) aus Dortmund und Rebecca Rusu (Nachwuchs Mädchen B) aus Ottobrunn sowie die Eistanz-Nachwuchsmeister Warunya Katharina Salenbauch/Paiboon Hermann Salenbauch aus München. Somit ist in Mannheim drei Tage lang bester Nachwuchseiskunstlauf geboten.
Zuschauer*innen sind herzlich willkommen, deutsche Nachwuchseiskunstläufer*innen der Spitzenklasse live im Eissportzentrum Herzogenried zu erleben. Der Eintritt ist an allen Veranstaltungstagen frei. Die Wettbewerbe des Deutschlandpokals 2026 in Mannheim werden im kostenfreien Livestream auf Sporteurope.TV übertragen.
Text: Pamela Lechner
Foto: Hella Höppner / www.eislauffotos.de

Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat sieben Athlet*innen für die nach-olympischen Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2026 in Prag (Tschechien; 25. bis 29. März) nominiert. Angeführt wird das DEU-Team von den frisch gekürten Olympia-Bronzemedaillengewinnern Minerva Hase/Nikita Volodin.
Nach dem Saisonhöhepunkt der Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina folgt mit der WM in Prag in vier Wochen das nächste Eiskunstlauf-Highlight, bei dem erneut die Besten der Welt aufeinandertreffen. Mit Medaillenchancen gehen die Berliner Paarläufer Minerva Hase/Nikita Volodin ins Rennen. Die Olympia-Dritten gewannen bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften jeweils eine Medaille. Auch für die Olympia-Zehnten im Paarlaufen Annika Hocke/Robert Kunkel bieten sich die Weltmeisterschaften an, die gute Form erneut unter Beweis zu stellen.
Die Oberstdorfer Eistänzer Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan haben nach dem verpassten Olympia-Kürtanz-Finale etwas gut zu machen und wollen in Prag endlich ihren Tango-Kürtanz präsentieren. Für den Youngster im Team, Genrikh Gartung, steht in der Männer-Konkurrenz nach der EM-Premiere nun auch die WM-Premiere bevor. Eine deutsche Frau konnte die WM-Startvoraussetzungen nicht erfüllen. Somit umfasst das deutsche Eiskunstlauf-Team sieben Athlet*innen.
Das DEU-Team für die Eiskunstlauf-WM in Prag
Männer
Genrikh Gartung (EC Oberstdorf)
Paarlaufen
Minerva Hase/Nikita Volodin (Berliner SV 1892)
Annika Hocke/Robert Kunkel (SC Charlottenburg)
Eistanzen
Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan (EC Oberstdorf)
Die erste Entscheidung bei den Weltmeisterschaften fällt in der Paradedisziplin der DEU, dem Paarlaufen. Das Kurzprogramm der Paare und die Kür der Paare finden am ersten und zweiten Wettkampftag (25./26. März 2026) jeweils ab 18:15 Uhr statt.
Mehr Informationen zu den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2026 in Prag finden Sie auf der DEU-Event-Seite.