Landeseissportverbände

Die DEU führte vom 28. Oktober bis 1. November ein fünftägiges Trainerseminar zum Thema Talentsichtung und -förderung als Pilotprojekt am Bundesstützpunkt Oberstdorf durch. Das Seminar richtete sich an Interessierte, die bereits an der Basis im Leistungssport Eiskunstlauf auf Vereins- und Landesverbandsebene mitarbeiten oder zukünftig mitarbeiten möchten. Im Vordergrund standen der Austausch unter den Trainern und der onlinebasierte Wissenstransfer mittels edubreak.

Seitens des DOSB wurde das Seminar von Patrizia Wittich besucht, die sich als Referentin dem Thema einerseits aus DOSB Sicht widmete und das Nachwuchsleistungssportkonzept 2020 unter anderem im Bereich „Talente suchen und finden“ vorstellte und andererseits als A- Trainerin im Eiskunstlaufen auch auf das spezifische Anforderungsprofil unserer Sportart einging.

Sportdirektor Udo Dönsdorf war eigens zum Auftakt angereist, um die 19 Trainer aus 7 Landeseissportverbänden in Oberstdorf zu begrüßen. Seitens der DEU waren Leistungssportreferentin Sarah Löhle, Bundesnachwuchstrainerin Ilona Schindler, Eistanz- Bundestrainer Martin Skotnický und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Christine Leibinger als Referenten dabei. Bei allen stand die praktische Arbeit mit jungen Sportlern im Fokus. Was kann ich machen und worauf muss ich achten, war die zu klärende Frage.

Tatkräftig unterstützt wurden die DEU Mitarbeiter durch den ehemals leitenden Landestrainer Berlins, Reinhard Ketterer, die OSP- Trainerin am Bundesstützpunkt Oberstdorf, Maylin Wende und die langjährig erfahrene Leistungstrainerin Linda Eckers. Während Reinhard Ketterer die Kollegen sowohl von seinen Erfahrungen als Verbandsfunktionär als auch von seinen Fachkenntnissen profitieren ließ, stand bei Maylin Wende hingegen die Trainingspraxis im Blickpunkt. Linda Eckers berichtete über ihre Erfahrungen in der Ausrichtung eines Vereins, der sich aufmachen möchte, Talente zu entwickeln.

Der Erfahrungsaustausch wurde zudem durch zwei weitere Referenten bedeutsam gelenkt. Diplom- Psychologin und Ausdruckstherapeutin Martina Loll zeigte auf, wie man Kinder im Vorschulalter mit Tanz und Musik spielerisch auf die spätere Aufgabe der ansprechenden Präsentation von Küren vorbereiten kann bzw. wie man sieht, welche Kinder sich schon früh gerne selbst präsentieren. DOSB Physiotherapeut Harald Martin referierte zur Bedeutung der Schulung von Voraussetzungen als Präventionsmaßnahme und zur Vorbereitung auf den Leistungssport. Wer junge Sportler in die Hände bekommt, der muss nicht nur das Eislaufen, sondern den Athleten als Ganzes betrachten.

DEU Ausbildungskoordinator Jens ter Laak wurde zum Seminarende von den Teilnehmern gefragt, wie es jetzt weiter geht. Zunächst wird die Maßnahme innerhalb der DEU ausgewertet, sollte aber auch von den Teilnehmern mit den Landesverbänden einer Auswertung unterzogen werden. Als vorläufiges Fazit konnte allseits festgehalten werden, dass der Austausch ausgezeichnet war und jetzt die Strategien für die Talentauswahl und -entwicklung weiter ausgearbeitet werden müssen. Klar ist dabei schon heute, dass die Bedingungen deutschlandweit sehr unterschiedlich sind. Was in Berlin gut läuft, muss nicht für Bayern gelten. Wie Nordrhein-Westfalen vorgeht, kann in Sachsen nicht umsetzbar sein. Jeder Landeseissportverband muss seinen eigenen Weg in der Leistungssportförderung finden, nur das Ziel ist gleich, alle möchten gut ausgebildete Eiskunstläufer.

 

 

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