Landeseissportverbände

Unmittelbar nach den Olympischen Winterspielen in PyeongChang im Februar standen für die Wintersportverbände wegweisende Aufgaben im Rahmen der Leistungssportreform an. Dieser großen Herausforderung hat sich die Deutsche Eislauf-Union gestellt und wird weiterhin daran arbeiten, die Weichen für eine bestmögliche Unterstützung des Eiskunstlaufens in Deutschland zu stellen und die Reform zur Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen zu nutzen. Die Anforderungen waren und sind enorm, vor allem was die mit wissenschaftlicher Expertise zu beantwortenden Fragen des sogenannten PotAS (Potenzial-Analyse-Systems) anbelangte.

Im Vorfeld der PotAS-Abfrage musste die DEU zunächst einen neuen Strukturplan für die nächsten zwei olympischen Zyklen erarbeiten. Hierzu zählte eine sogenannte Weltstands-, Konkurrenz- und Wettbewerbsanalyse für den letzten olympischen Zyklus wie auch eine Erfolgspotenzialanalyse bis hin zum Nachwuchsleistungssport. Darüber hinaus musste die DEU die Ziele und Strategien zu den Olympischen Winterspielen 2022 und 2026 formulieren. Unter anderem wurden auch die Themen Organisations- und Führungsstrukturen, Leistungssportpersonal, Stützpunktstrukturen, Kaderstrukturen, Nachwuchsförderung, Duale Karriere, wissenschaftliche und technologische Unterstützung und Gesundheitsmanagement für den Strukturplan erarbeitet. Hierzu hatte die DEU eine Arbeitsgruppe gebildet, die vorrangig aus dem Leistungsportpersonal der DEU bestand. Außerdem wurde die Expertise des IAT Leipzig mit hinzugezogen. Der neue Strukturplan 2022/2026 wird als Grundlage für die bis zum Herbst anstehenden Gespräche verwandt.

Für die zum Stichtag 22. Mai zu beantworteten 151 Fragen zu 16 Attributen und deren Unterattributen - und das für jede Disziplin - wurde ebenfalls eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich hauptsächlich aus der Leistungssportreferentin Frau Pfeifer, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Frau Leibinger, der IAT-Mitarbeiterin Frau Dr. Knoll, der Nachwuchs-Bundestrainerin Frau Schindler, dem Ausbildungskoordinator Herrn ter Laak, der für die Kommunikation Leistungssport zuständigen Mitarbeiterin Frau Bettgenhäuser und dem Sportdirektor zusammensetzte. Mittlerweile sind alle Daten in PotAS eingegeben worden. Am 2. Juni nahm die DEU bereits an einem Anhörungstermin teil, bei dem Nachfragen seitens der PotAS-Kommission gestellt wurden und bei dem auch die DEU Fragen an die Kommission stellen konnte. Die DEU-Delegation bestand für diesen Anhörungstermin aus der Leistungssportreferentin, dem Ausbildungskoordinator und dem Sportdirektor. Im Verlauf des Jahres sind bis mindestens Ende September weitere Gespräche mit allen Partnern des Leistungssports geplant. Erst nach Abschluss der Gespräche wird sich die weitere Bundesförderung besonders für den Zyklus 2019 bis 2022 klären. 

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